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Dienstag, 4. Juli 2017

NGOs als Kriegspartei?

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) stehen immer noch in dem Ruf, von edlen, humanitären und philanthropischen Motiven geleitet zu sein. Die NGOs sind Teil der Zivilgesellschaft und sollten also in kritischer Distanz zum Staat stehen. Ihr Image scheint tadellos, sie genießen hohe Glaubwürdigkeit und Vertrauen ganz im Gegensatz zu den Politikern. Auch werden sie von den Medien immer noch verhätschelt, befinden sich quasi auf der medialen Sonnenseite. Zu Unrecht, wie das Buch zeigt. Hinter dem Mäntelchen der Wohltätigkeit missbrauchen Geheimdienste und Milliardäre die NGOs für ihre politischen Zwecke.

  1. William Engdahl kratzt gehörig am Image dieser “edlen, selbstlosen Ritter”. Die NGOs gehen heute wie die CIA vor, aber nur auf privat- und zivilgesellschaftlicher Ebene. “Vieles von dem, was wir heute tun, wurde vor 25 Jahren verdeckt von der CIA erledigt”, so Allen Weinstein, Mitverfasser der Gründungsakte des “National Endowment for Democracy” (NED), einer US-NGO, die an allen Aufständen und Staatsstreichen der letzten zwei Jahrzehnte durch die USA maßgeblich beteiligt war. Die Aufgabe von NED bestand darin, auf “hinterhältige Weise systematische US-Propaganda als Waffe zu nutzen, um weltweit Regierungen abzusetzen, die sich nicht Washingtons Agenda fügen wollten. (…) Das NED war ein Werkzeug, um etwas zu erschaffen, was wir als Scheindemokratie bezeichnen können, mit dem Ziel, Washingtons globale Agenda zu fördern”, schreibt der Autor.

Die Wurzeln dieser Umsturzstrategien reichen bis zu den durch die CIA gesteuerten französischen Studentenrevolten im Mai 1968 zurück, die zum Ende der Präsidentschaft von Charles de Gaulle führten. De Gaulle hatte sich immer der US-Globalhegemonie entgegengestellt. Engdahl dokumentiert das zerstörerische der NGOs, die an allen geopolitischen Entwicklungen maßgeblich beteiligt waren und immer noch sind. Sie versprechen nur das Beste für die Völker: Frieden, Menschenrechte und Demokratie. Tatsächlich bringen sie in ihren Tornistern Krieg, Gewalt und Terror. Unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit werden von den NGOs Kriege und Geheimdienstoperationen “humanitär” bemäntelt, begleitet und umgesetzt.

Die gleichen NGOs arbeiteten heute an der Zerstörung der Souveränität der europäischen Nationalstaaten. Auch Deutschland werde, ähnlich den Staaten der Dritten Welt und Osteuropas, von besagen NGOs durch ein riesiges sozialtechnisches Projekt umgestaltet. Fast alle NGOs werden von dem Hedgefonds-Spekulanten George Soros finanziert. In engster Verbindung mit der CIA und dem US-Außenministerium arbeiten sie an der “Neuen Weltordnung”, wie sie David Rockefeller genannt hat.

Dass diese Kreise an einer “Welteinheitsregierung” arbeiten hat kein anderer als der “Pate” dieser Idee, Rockefeller, in seinen Memoiren bestätigt. Der Autor zitiert daraus: “Einige glauben sogar, wir seien ein Teil eines geheimen, intriganten Unterfangens gegen die Interessen der USA. Sie charakterisieren mich und meine Familie als “Internationalisten”, die sich weltweit mit anderen verschworen haben, um eine neue, stärker integrierte, globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine Welteinheitsregierung, wenn man so will, Wenn das der Vorwurf ist, bekenne ich mich schuldig, und ich bin stolz darauf.” (FN 2, S. 223)

Einer der größten und gefährlichsten Strippenzieher in Hintergrund ist George Soros. Sein umfangreiches Netzwerk hat sich wie eine Krake um zahlreiche Länder gelegt, um sie zu destabilisieren und für einen Regierungsumsturz vorzubereiten. Was im Augenblick im Mittelmeer vor sich geht, kann als organisierter Menschenschmuggel durch NGOs bezeichnet werden, die den Schleuserbanden die Flüchtlinge gleich nach ihrem Auslaufen vor Libyens Küste durch ihre gecharterten Schiffe “retten”. Der Ermittler und Rechtsanwalt William Craddick fand heraus, dass einige von den NGOs, die die Schmuggelschiffe gechartert hatten, “von Georges Soros und dessen Open Society Foundations finanziell betreut wurden, darunter die zur Soros-gestützten Gruppe Moveon.org gehörige Organisation avaaz.org, Save the Children und Mèdecins sans frontières (MSF)”, so der Autor. Eine Soros-NGO stand auch hinter dem Putsch vom Majdan in Kiew.

Um die Politik in Europa in seinem Sinne zu beeinflussen, habe Soros in London einen “European Council on Foreign Relations” (ECFR) ins Leben gerufen. Dieser ist seinem großen Vorbild in New York nachempfunden. Der ECFR hat auch eine Zweigniederlassung in Berlin. Zahlreiche deutsche Mitglieder gehören dem ECFR an. Dieser Council unter Leitung von Soros zielt darauf ab, das “Antlitz und das Sozialgefüge der EU zu verändern”. Nicht ohne Grund haben Russland und China diese “scheindemokratischen Menschrechts”-NGOs von ihrem Territorium verbannt.

Wer die elf Kapitel dieses sehr informativen und extrem spannenden Buches liest, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Kapitel drei und vier, in denen über die Ausplünderung Russlands durch die CIA, zusammen mit den “Harvard-Boys” und Soros in Kooperation mit dem KGB und dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin, berichtet wird, sind atemberaubend. Jetzt wird auch verständlich, warum die gesamte politische Klasse der USA, inklusive der Medien, Präsident Vladimir Putin so hasst und dämonisiert, weil er es war, der diese Ausplünderung gestoppt hat. Die russischen Oligarchen haben sich an der Zerstörung und Ausplünderung Russlands massiv beteiligt, sodass ihre Verfolgung und Anklage durch Putin mehr als berechtigt erscheint. Die westlichen Medien haben aus ihnen zu Unrecht Verfolgte gemacht. “Die Zerstörung der Sowjetunion war eine der finstersten kriminellen Machenschaften, die je von einer US-Regierung angezettelt wurden.” Zur Schwächung des gesamten Ostblocks führte die Unterstützung der polnischen Solidarnosc-Bewegung durch NED.

Die Zerstörung Jugoslawiens war ebenfalls ein Gemeinschaftswerk der US-geführten NATO, der CIA und ihrer NGOs. “Die Ereignisse in und um Jugoslawien sollten dazu genutzt werden, die NATO bis vor die Haustüre Moskaus zu erweitern, mit einer Reichweite bis ins ferne Afghanistan.” Die CIA war auch für Umsiedlung von afghanischen Mudschaheddin-Kämpfern nach Bosnien verantwortlich. Der monatelange Bombenterror der NATO gegen Serbien führte zum Sturz von Slobodan Milosevics und diente nur dem Ziel, die NATO unter US-Führung auf Krieg einzustimmen und den USA eine riesige Militärbasis (Camp Bondsteel) im Kosovo zu sichern, auf der zeitweise bis zu 7000 US-Soldaten stationiert sind.

Durch massiven Druck auf die serbische Regierung musste diese Milosevic an das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausliefern. Vor diesem korrupten Pseudo-Gericht gab es für Milosevic nicht den Hauch einer Chance. Der Gerechtigkeit wurde Hohn gesprochen. Nach fünf Jahren Haft fand man den serbischen Präsidenten tot in seiner Zell. “So war auf bequeme Weise ein unangenehmer Zeuge der wahren Rolle der USA und der NATO bei der Zerschlagung Jugoslawiens aus dem Wege geräumt”, schreibt Engdahl.

Wer meint, das die Proteste der Menschen auf dem Tian’anmen-Platz in Peking, in Iran, Georgien, der Ukraine oder beim so genannten Arabischen Frühling aus dem Nichts heraus entstanden sind, wird durch den Autor eines Besseren belehrt. Keiner dieser Massenproteste war spontan, sondern minutiös geplant. Auch die Absetzung des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubaraks oder Ben Ali in Tunesien hatten mit Spontanität wenig zu tun, sondern vielmehr mit generalstabsmäßiger Planung. Auch der Putsch in der Ukraine war von der CIA und den NGOs mit Hilfe von faschistischen Söldnern von außen gesteuert. Das einzige Unterscheidungsmerkmal dieser Staatstreiche war die unterschiedliche Farbe, unter der die Aktionen abliefen. Die Regisseure und die Akteure waren immer die gleichen.

Das Fazit des Autors ist zugleich ernüchternd und niederschmetternd für das US-Imperium. “Der jahrzehntelange US-Export von Scheindemokratie hat nicht ein einziges Land dazu gebracht, authentische Schritte in Richtung einer repräsentativen Demokratie zu unternehmen.” Der destruktiven Politik Washingtons und seinen NATO-Vasallen haben Russland, China, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und die Eurasische Wirtschaftsunion eine konstruktive Alternative entgegengesetzt, und zwar den Aufbau von Nationen auf der Grundlage von Autonomie, Souveränität und der Gleichheit aller Staaten vor dem Völkerrecht.

Dieses Buch ist ein absolutes Muss. Es ist sehr informativ, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, sehr verständlich geschrieben und überaus akribisch recherchiert. Einfach exzellent!

Eingestellt von Ludwig Watzal um 20:41

Freitag, 30. Juni 2017

Maasens “Meinungsfreiheitsbekämpfungsgesetz” in BRD-“Volkskammer” durchgepaukt

Die BRD-“Volkskammer” im Reichstaggebäude in Berlin paukte heute mit riesiger Mehrheit das so genannte “Netzwerkdurchsetzungsgesetz” durch. Nur die Linkspartei stimmte dagegen, die Grünenen und ein Unions-Abgeordneter enthielten sich. Es solle die staatliche Zensur auf solide “rechtliche” Füße stellen. Zusammen mit der Ex-Stasi Spitzelin Anetta Kahane und ihrer polit-denunziatorischen Amadeu Antonio Stiftung und anderen dubiösen Privatunternehmen, die durch Steuergelder gemästet werden, wird die staatlich-legitimierte Zensur privatisiert. Das Zensurgesetz ist einmalig in der Welt. in keinem zivilisiertes Land gibt es vergleichbares. Das “Merkel-Regime” wird der DDR immer ähnlicher.

“Mit seinem Netzwerkdurchsetzungsgesetz bereitet Justizminister Maas jetzt den gravierendsten Anschlag auf die Meinungsfreiheit vor, die die Republik seit Adenauers Versuch ein Staatsfernsehen zu gründen, erlebt hat.” Adenauer scheiterte vor dem Bundesverfassungsgericht. Ein ähnliches Schicksal könnte auch dem “Meinungsfreiheitsbekämpfungsgesetz” von “Zensurminister” Maas blühen.

Bei der politischen Besetzung des Bundesverfassungsgerichts ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass man diesem Angriff auf die Meinungsfreiheit das Mäntelchen der Legalität umzuhängen versucht.

 

Eingestellt von Ludwig Watzal um 13:45

Mittwoch, 28. Juni 2017

ARD-Dokumentation zum Antisemitismus: ein journalistisches Machwerk

Antisemitismus und Zionismus sind wie eineiige Zwillinge!

Bereits nach den ersten Sekunden war klar, dass hier keine „Dokumentation“ sondern ein zionistischer Propagandastreifen gesendet wurde. Ich konnte es zu Beginn nicht fassen, dass solch eine wüste und einseitige Propaganda in der ARD überhaupt gesendet würde. Dies hatte nichts, aber auch gar nichts mit Journalismus zu tun, geschweige denn mit seriösem. Die Macher dieser desinformierenden Propaganda-Doku folgten einer Agenda, zu der sie sich die passenden Statements, und zwar zum Teil von rechtsnationalistischen Zionisten eingeholt haben.

In bester Stürmer-Manier ging es weiter: Die Rede von Mahmoud Abbas, dem Präsidenten der mit Israel kollaborierenden Palästinensischen Behörde wurde eine direkte Verbindung zum Mufti von Jerusalem, al-Husseini, unterstellt, der sich seit 1941 in Berlin aufhielt und angeblich die Vernichtung der Juden in Palästina organisieren sollte. Als „Krönung“ dieser Manipulation wurde dann noch Julius Streicher eingeblendet: „Ohne eine Lösung der Judenfrage, keine Erlösung der Menschheit.“ Hatte nicht Abbas so etwas Ähnliches über das Ende der Besatzung für die Lösung des Nahostkonfliktes in seiner Rede gesagt?

Folgen die Macher hier nicht einem Muster, das ein bekannter Propagandist so formuliert hat: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“

Angeblich war man dem Antisemitismus in Europa auf der Spur. Zu diesem Zweck trieb sich das Team lange in Israel und dem Gaza-Streifen herum, um Israel von seiner Vertreibungspolitik während der Staatsgründung freizusprechen. Treuherzig erzählte Rafael „Rafi“ Eitan wie hilfsbereit die Zionisten doch mit den Palästinensern umgegangen seien. Seine Statements waren herzerweichend, wenn sie nicht so zynisch geklungen hätten. Bis auf den Fehler, der im King-David-Hotel gemacht worden sei, „gab es keine Opfer“. Angeblich haben die Zionisten in dieser Zeit nichts gegen die Araber unternommen.

„In Haifa und Jaffa sind die Araber freiwillig gegangen. Sie gingen, niemand hat sie gezwungen.“ Ihre Anführer hätten sie aufgefordert zu gehen. Eitan kennt bestimmt das Buch von Simcha Flapan, der die Legenden um den Gründungsmythos Israels alle zurückgewiesen hat. Dass die Propagandafilmer das Buch nicht unbedingt kennen müssen, sei ihnen nachgesehen. Anscheinend hatte Eitan von den Massakern, die die zionistischen Terrororganisationen begangenen hatten, nie etwas gehört. Oder war es ihm ob seinen hohen Alters einfach nur entfallen? Ganz harmlos wurde dann kommentiert: „Im Zuge des Krieges verlassen ungefähr 700 000 Araber die Gebiete. Die Araber, die in ihren Dörfer blieben, sind heute längst israelische Staatsbürger.“ Damit wird den Flüchtlingen und den mit Gewalt Vertriebenen noch nachträglich Dummheit attestiert und die israelischen Verbrechen verniedlicht.

Vielleicht lesen die Macher einmal bei David Ben-Gurion nach: „Wir müssen alles tun, um sicher zu gehen, dass sie (Palästinenser) nie wieder in ihre Häuser zurückkehren“, versicherte Ben Gurion gegenüber seinen zionistischen Kollegen. „Die Alten werden sterben, und die Jungen werden es vergessen.“ Die systematischen Vertreibungen waren von ihm angeordnet.

Bevor man sich auf antisemitische Spurensuche nach Nahost begeben hatte, um den Muslimen Antisemitismus anzuhängen, mussten noch kirchliche Gruppen, NGOs und Politiker in die antisemitische Ecke bugsiert werden. Ein Statement von Anette Groth, der Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, von der man auf dem Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart ein Statement eingeholt hatte, erklärte, dass die Wasserversorgung im Gaza-Streifen nicht nur katastrophal sei, sondern das Wasser auch durch intensive Landwirtschaft durch Chemikalien toxisch geworden sei und dieses verseuchte Wasser auch Auswirkungen auf das Mittelmeer habe. Der Kommentar dieser Propagandisten: „Stellvertretend für alle Juden vergiften heute die Israeli das ganze Mittelmeer.“ Durch das massive Abpumpen des Grundwassers durch Israel ist das salzige Meerwasser ins Grundwasser eingesickert und hat es ungenießbar gemacht. Aber so viel Sachkenntnis brauchen Propagandafilmer nicht zu besitzen. Die Macher haben völlig die beiden Massaker 2008/09 und 2014 vergessen, in denen fast 4 000 Palästinenser von Israel getötet worden sind.

Eine wichtige Stoßrichtung dieses Machwerks war gegen die Linke in Deutschland gerichtet, da es in deren Kreisen noch die einzigen kritischen Stimmen gegen die menschenverachtende Politik Israels gibt. Angeblich gedeihen nicht nur dort „antizionistische Verschwörungstheorien“, sondern auch bei der „Neuen Rechten“. Durch diese geschickte Manipulation konnte man nun gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auf einer Demonstration trat der politisch umstrittene Jürgen Elsässer auf, auf der angeblich auch „Esoterikern“ und „Neonazis“ anwesend waren. „Jürgen Elsässer ist einer der Köpfe“, der heute wie die NPD klinge.

Um den Linken eine Holocaust-Relativierung unterjubeln zu können, wurde ein Statement von Stephan Grigat, seines Zeichens Politologe eingeblendet, der verlautbarte: „Den Holocaust zu relativieren, gibt es in der Linken noch ausgeprägter als in der Rechten“, denn es gäbe kein größere Kränkung für die Linken als den Nationalsozialismus. Zu Grigat sei angemerkt, dass er sich ein pseudowissenschaftliches Mäntelchen umhängt, aber ein einseitiger Propagandist für die zionistische Sache auftritt und ein antideutscher Ideologe ist. Im Augenblick ist er „Gastprofessor für Israelstudien am Moses Mendelsohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam/Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg“ und Mitbegründer und „wissenschaftlicher Direktor“ der zionistischen Propaganda- und Vorfeldorganisation „Stop the Bomb“.

Diese Organisation wurde als Propaganda-Einrichtung während der israelischen Kampagne gegen die eingebildete atomare Bedrohung Irans von den Zionisten ins Leben gerufen. Wie weiland in der BRD von der Stasi „Vorfeldorganisationen“ ins Leben gerufen worden sind, um die BRD zu unterwandern, so bedient sich die zionistische Israellobby ähnlicher Strategien, um missliebige Regierungen oder Personen propagandistisch niederzumachen. Als Handlungsreisender in Sachen Anti-Iran-Propaganda reist Grigat durch die BRD. So tritt der auf Anti-Iranveranstaltungen in Hamburg, München, Siegen und Bielefeld in der Zeit vom 3. Juli bis 19. September 2017 auf.

Die thematischen Sprünge in dieser Doku sind atemberaubend wie manipulativ. So wird die Wanderausstellung der Nakba, der Katastrophe des palästinensischen Volkes, als „Heimatvertriebenenkult“ diffamiert. Es wird eine Gegenrechnung aufgemacht, indem man behauptet, dass 850 000 Juden nach 1948 ihre arabische Heimat verlassen mussten, und zwar „ohne Rückkehrrecht“. Diese entspreche faktisch einem Bevölkerungsaustausch, wird berichtet. Dies ist exakt die von der zionistischen Propaganda immer wieder vorgebrachte These. Damit wird suggeriert, dass die Forderungen nach Rückkehr und Entschädigung der Palästinenser nicht berechtigt sind. Erwähnt wird dagegen nicht, dass der Mossad durch Bombenterror in Bagdad für die „Flucht“ der irakischen Juden gesorgt hat. Wenn das iranische Regime so antisemitisch ist, warum leben dann immer noch zirka 30 000 jüdische Iraner in dem Land? Die Zionisten haben die Juden in arabischen Ländern aufgefordert und gedrängt, nach Israel auszureisen.

Eine besondere Attacke wurde gegen die zahlreichen NGOs und deren europäische und amerikanische Finanziers geritten. Auch die Unterstützung der EU und dem deutschen Löwenanteil daran wurde ins Zwielicht gerückt. Als „Kronzeuge“ trat ein gewisser Gerald Steinberg auf, der angeblich eine unabhängige Organisation mit Namen „NGO-Monitor“ leitet. Diese Organisation ist alles andere als unabhängig, sondern wird von privaten US-Finanziers und Stiftungen unterstützt. Mitbegründer war die Wechsler Family-Stiftung. Darüber hinaus ist Steinberg Professor an der rechtszionistischen Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv. Quasi ein Geistesverwandter der Doku-Macher.

Während das Team in den Gaza-Streifen einreist, um die UNRWA, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen für die Palästinenser, ins Zwielicht zu rücken, konnte sich der Kommentator einen weiteren diskreditierten Kommentar und Seitenhieb gegen Jürgen Todenhöfer nicht verkneifen, ein Lieblingsfeind der deutschen Zionisten, der durch einen „Hamas-Tunnel“ nach Gaza eingereist sei. „Wir entschieden uns für die Tür.“ Natürlich wurden einige Klischees aus der alten Hamas-Charta zum Besten gegeben, die angeblich das ganze Land „möglichst Judenrein“ haben wollten. Die neue Charta wurde geflissentlich ignoriert. Als die Kamera ausgeschaltet war, wurde angeblich von einem Palästinenser gesagt. dass der Westen die Fördergelder zurückhalten solle, damit die Hamas-Regierung zusammenbreche. „Dagegen wirkt die Pro-Palästina-Bewegung in Europa wie die fünfte Kolonne der Hamas“, so der Kommentar aus dem Off.

Video-Clips von der zionistischen Organisation MEMRI durften natürlich nicht fehlen. Das „Middle East Media Research Institute“ ist berühmt-berüchtigt für seinen manipulativen Umgang mit arabischen Quellen. In Deutschland konnte diese Propaganda-Zweigstelle nicht reüssieren und musste nach einiger Zeit dichtmachen, da den Journalisten schnell klar war, dass sie Manipulationen aufsitzen würden, wenn sie die Berichte und Übersetzungen von MEMRI unkritisch übernehmen würden.

Auch die BDS-Bewegung durfte nicht fehlen. Wie doch diese Bewegung den Interessen der palästinensischen Arbeiter schade, wurde anhand einer Produktionsfirma in der Siedlung Ariel in der Westbank erklärt. In diesem Werk arbeiten 50 Palästinenser und 40 Israelis. Innerhalb der Firma gäbe es keinerlei Spannungen, es sei eine „Insel der Normalität“. 30 000 Palästinenser arbeiteten in der besetzten Westbank bei Israelis. Ergo, die BDS-Bewegung schade palästinensischen Interessen., wenn sie zum Boykott von Waren aus den illegalen Siedlungen aufrufe. Verschwiegen wurde, dass Israel keine Probleme mit einem Boykott hat, man denke nur an den Iran, den man nicht nur mit Cyberkriminalität bekämpft.

Nur der letzte Teil hatte etwas mit Antisemitismus in Europa zu tun, als es um die prekäre Lage der jüdischen Franzosen ging. Dort findet man auch die stärksten und authentischsten Szenen dieser ansonsten extrem einseitigen und voreingenommen Doku. Der Bürgermeister von Sarcelles, Francois Puppont, bedauerte den Wegzug der französischen Juden nach Israel. „Wenn sie gehen, ist Frankreich tot.“ Ihr Exodus würde bedeuten, dass man seine Religion in Frankreich nicht mehr leben könne. Auch die Statements des algerischen Juden Sammy Ghozlan waren beeindruckend.

Warum haben sich die Macher dieser Doku nicht auf ihren ursprünglichen Auftrag konzentriert, über Antisemitismus in Europa zu berichten, anstatt eine ideologische Agenda abzuarbeiten? Ein Blick auf den Abspann dieser Doku könnte darauf eine Antwort geben. Als Mitarbeiter für israelische und palästinensische Geschichte werden dort Nathan Jessen und der berühmt-berüchtigte Alex Feuerherdt genannt. Beide schreiben unter anderem für die rechtszionistische und extremistische Zeitung „Jüdische Rundschau“. Feuerherdt lektorierte Broders anti-europäischen Pamphlete.

Feuerherdt ist bekannt für seine niveaulose, einseitige Israel-Haltung und für seine anti-palästinensische Obsession. Wer einmal einen Vortrag dieses Propagandisten gehört hat, ist so konsterniert wie durch diese Doku. So ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Zerrbild zustande kam. Aber dies kann nicht geschehen, ohne die Bereitwilligkeit des Filmemachers Joachim Schröder. Er hat auch schon mit der Produktionsfirma „Preview Production“, einer international operierenden Film und Fernsehproduktionsgesellschaft, den witzig-propagandistischen „Straßenfeger“ „Entweder Broder – Die Deutschland Safari“ produziert, in dem der zionistische „Hofjude“ Henryk M. Broder und sein muslimischer Diener, Hamed Abdel-Samad, als Spürhunde in Sachen Antisemitismus durch Deutschland gestreift sind. Dass man solch einem Produzenten noch einmal einen Auftrag gibt, zeigt die Ahnungslosigkeit des WDR. Ist es korrekt, dass Joachim Schröder eine weitere Produktion über Henryk M. Broder und Leon de Winter aus Zwangsgebühren finanziert bekommt, nachdem er dieses Machwerk beim WDR abgeliefert hat? Oder wird dieser neue Schinken jetzt vom BR in München finanziert, da ja Joachim Schröder der Sohn des renommierten ehemaligen Chefredakteur der SZ, Dieter Schröder, ist?

Es ist schwer nachvollziehbar, das die WDR-Redakteurin Sabine Rollberg dieses Machwerk durchwinken konnte. Entweder ist sie völlig ahnungslos und inkompetent oder sie hat mit den Machern kollaboriert. Im Abspann wurde auch Ahmed Mansour als Berater erwähnt. Er gilt als „guter“ pro-zionistischer Muslim, der, wie er in der anschließenden Diskussionsrunde erklärte, seiner Meinung nach alle muslimischen Jugendlichen Auschwitz besuchen sollten. Schon in Israel ist der Auschwitz-Besuch ganzer Schulkassen hoch umstritten, da man dort den Schülern/innen eine Art Gehirnwäsche verpasse, die die negative Identität der Israelis nur perpetuieren würde. Will Mansour allen Ernstes allen muslimischen Schülern eine ähnliche staatlich verordnete Gehirnwäsche verpassen lassen, damit sie endlich verstehen, wie das zionistische Besatzungsregime funktioniert? Als ehemaliger Palästinenser, der eigentlich weiß, was in Palästina geschieht, hätte er eher eine Reise in den Gazastreifen empfehlen sollen, damit die Jugendlichen erleben, wie es sich in einem Freiluftgefängnis so lebt.

Die sich an das Machwerk anschließende Diskussion war wenig ergiebig, da Michael Wolffsohn und Mansour die Diskussion dominieren konnten, da die andere Seite ihnen mit zu viel Höflichkeit begegnet ist. Leider war Professor Rolf Verleger viel zu bescheiden und zu höflich gegenüber dem rhetorischen „Bully“ Wolffsohn und dem Prozionisten Mansour. Ein besserer Diskutant wäre der Verleger und Publizist Abi Melzer gewesen, der den beiden Zionisten gehörig eingeheizt hätte. Norbert Blüm meinte es zwar gut, hatte aber wenig Sachkenntnisse aufzubieten, um den beiden gehörig Kontra zu geben. Die einzige Journalistin in der Runde, Gemma Pörzgen, kritisiert gleich zu Beginn die propagandistische Intention dieses Machwerkes. Es seinen Journalisten mit einer Agenda gewesen, die bereits vorher alles wussten, was sie abfragen wollten. Nachdem Wolffsohn auch noch dieses Machwerk als „beste und klügste Doku“ zu diesem Thema bezeichnet hatte, musste man spätestens jetzt am Sachverstand dieses einstigen Bundeswehrprofessors zweifeln. In der Attacke von Wolffsohn gegenüber den WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, die dieser Diskussion vorausging, erwähnte Schönenborn, dass eine monatelange Kampagne für diese Doku vorausgegangen sei und sie rechtswidrig von der Bild online gestellt worden sei. Allein schon wegen der unzähligen handwerklichen Fehler, hätte diese Doku nie ausgestrahlt werden sollen.

Es ist bekannt, dass die zionistische Israellobby immer mit massiven öffentlich erzeugtem Druck arbeitet, um ihre Sicht der Dinge durchzuboxen. So scheint es auch hier geschehen zu sein. Dem WDR blieb letztendlich nichts anderes übrig, als dieses Machwerk durch korrigierende Statements einigermaßen erträglich zu gestalten. Eigentlich hätte fast jede Sequenz mit einer Korrektur versehen werden müssen, so hanebüchen und journalistisch unterirdisch war diese so genannte Dokumentation über „Hass auf Juden in Europa“. Diese Doku ist nicht gegen Antisemitismus gerichtet, sondern fördert ihn geradezu. War dies vielleicht auch ein Aspekt in der politischen Agenda der Macher, da der Zionismus nicht ohne Antisemitismus existieren kann?

Nachtrag: Der deutsch-palästinensische Zionist Ahmed Mansour sollte “Präsident “Abbas als Leiter der Palästinensischen Autonoomiebehörde ablösen, damit er zusammen mit Israel alle Palästinensischen Jugendlichen nach Auschwitz karren kann, um sie zusammen mit ihren zionistischen Kommilitonen einer Gehirnwäsche zu unterziehen.

Eingestellt von Ludwig Watzal um 14:42

Freitag, 23. Juni 2017

“Europäischer Staatsakt” um Kohl ist beschämend!

Glückliche und trauernde Kohlfamilie.

Das hat der „Enkel“ Konrad Adenauers wahrlich nicht verdient. Vergegenwärtigt man sich das pompöse bayerische Staatsbegräbnis für Franz Josef Strauß, so erscheint der „europäische“ Staatsakt im undemokratisch gewählten Pseudoparlament in Straßburg für Helmut Kohl geradezu beschämend. Jean-Claude Juncker nannte diese Posse einen „europäischen Staatsakt“, obwohl die EU kein Staat, sondern eine Konglomerat von noch 28 souveränen Nationalstaaten ist. Wenn überhaupt, so hätte Kohl in einer würdigeren Zeremonie von den 27 Staats- und Regierungschefs, plus Theresa May, in Brüssel geehrt werden müssen.

Kohl war zuerst 16 Jahre lang deutscher Bundeskanzler, daneben war er auch ein Verfechter der europäischen Idee. Gegen alle Widerstände der Witwe und Juncker hätte die Bundesregierung auf einem offiziellen Staatsakt bestehen müssen. Der Bundeskanzler gehört nicht nur einer Witwe, schon gar nicht der EU, selbst seinen Söhnen verweigert diese einen persönlichen Abschied in deren Elternhaus, sondern zuerst dem deutschen Volk, wie immer man zu Kohl politisch gestanden haben mag. Dass die Witwe sich nicht die Heuchelei von Angela Merkel anhören wollte, ist zwar mehr als verständlich, war sie es doch im Verein mit Schäuble, die ihn politisch gemeuchelt haben.

Angeblich hat der französische Protokollchef die zündende Idee, diese Polit-Posse mit dem Begriff „Ceremony of Honour“ zu versehen. Neben der Europaflagge soll der Sarg im Europaparlament aufgestellt werden. Hoffentlich vergisst der Protokollchef nicht die Deutschlandflagge. Zu dieser surrealen Veranstaltung sollten wenigstens die Söhne nicht erscheinen. Wenn die Witwe Anstand hat, bleibt sie dieser Posse auch fern.

Verwunderung und Kopfschütteln ruft schon die Rednerliste hervor. So sollen Bill Clinton, Emmanuel Macron, Jean-Claude Juncker, Angela Merkel, Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani reden. Warum lässt man nicht den CDU-Funktionär Elmar Brok, der sich seit Beginn (1980) Meriten im EP ersessen hat, oder Daniel Cohn-Bendit und die ganze unbedeutende Riege der EPs aufmarschieren? Ehre, wem Ehre gebührt!

Dass man gerade Bill Clinton eingeladen hat, der zusammen mit Schröder und Fischer den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serbien vom Zaune gebrochen hat und er darüber hinaus zu den dubiosesten Figuren der US-amerikanischen Politiker Klasse gehört, zeigt, wie perfide dieses ganze Schauspiel ist. Was haben Macron, Tusk oder Tajani mit Kohl zu tun? Sie kannten ihn vermutlich nicht persönlich. Zu Juncker und Merkel erübrigt sich jeder Kommentar.

Hoffentlich gestaltet sich die Trauerfeier und Totenmesse im Dom zu Speyer wenigsten würdig. Dort sollten dann die von Merkel oder der Witwe geexten Persönlichkeiten und Angehörigen ihre Reden halten, damit dem am längsten amtierenden deutschen Bundeskanzler endlich die Ehre zu Teil wird, die ihm gebührt.

Eingestellt von Ludwig Watzal um 17:32

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